Der Kreuzstich

Der Kreuzstich besteht aus einem Grund- und einem Deckstich und wird in kleinen Kreuzen auf einen gleichmäßigen Stoff mit zählbaren Löchern gestickt. Dieser einfach zu erlernende Stich war bereits im Spätmittelalter als Zeitvertreib beliebt.

Material:

Am schönsten wird der Kreuzstich auf gleichmäßigem Stickgrund. Dabei empfiehlt sich reines Leinen oder aber auch Handarbeitsstoffe aus Baumwolle. Ebenso kann man nach Fertigwaren wie Tischbänder, Handtücher, Lätzchen, Servietten, etc. im Handarbeitsgeschäft Ausschau halten.

Zum Besticken des Untergrundes findet man am häufigsten 6-fädige Stickgarne aus Baumwolle in allen möglichen Farbnuancen (Anchor Stickwist) die sich leicht teilen lassen.

Die Sticknadel (Nr. 22 oder Nr. 24) ist stumpf, damit weder das bereits gestickte Muster noch das Garn angestochen werden darf.

Und so gehts:

Gestickt wird grundsätzlich von links unten nach rechts oben (Unterstich) und von rechts unten nach links oben (Deckstich) retour. Die Rückseite einer Kreuzsticharbeit weist nur waagrechte und senkrechte Stiche auf.

Stickt man mehrere Kreuze in einer Reihe, so stickt man erst alle unteren Stiche nebeneinander und dann die oberen Stiche in einer Rückreihe darüber.

Es dürfen die Fadenenden nie verknotet werden, statt dessen sollte man zu Beginn ca. 10 cm hängen lassen, die später an der Rückseite unter den Stichen vernäht werden.

Von hinten den Stoff durchstechen und Faden etwas festhalten. Von links unten nach rechts oben sticken und wieder von hinten den Stoff durchstechen, und so weiter…
Erklärung Kreuzsicht vorwärts

Beim Fertigstellen der Kreuze von rechts unten nach links oben sticken, und so weiter…
Erklärung Kreuzstich rückwärts

Beherrscht man dieses Vor- und Zurücksticken, kann man auch versuchen, diagonal verlaufende Kreuze zu sticken.
Erklärung Kreuzstich diagonal